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Deutsch


Fachschaftsleitung:
Dr. Ulrich Klinkert

Fachschaft:
Margit Hemmerlein, Tobias Keil, Dr. Ulrich Klinkert, Johanna Müller, Irene Pflug, Sabine Rank, Roland Schmitz, Dr. Martin Siegel, Sr. Franziska Stahl, Thomas Städele, Stefanie Thomamüller, Stefanie Wiedemeyer


Die eigene Sprache – der Schlüssel zum Verständnis der Welt

Das Fach Deutsch begleitet einen in der Schule von Anfang an. In der Grundschule gehört dieses Fach zum Grundlegenden Unterricht, am Ende der Gymnasialzeit müssen alle Schülerinnen und Schüler ihr Abitur in Deutsch ablegen. Auch die prominente Stellung in allen Zeugnissen macht deutlich, dass es sich um das zentrale Fach handelt.

Bereits der Lehrplan der Grundschule nennt vier wesentliche Aufgabenbereiche: „Sprechen und Zuhören“, „Lesen“, „Schreiben“ und „Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren“. Der Sinn erschließt sich problemlos. Sprechen und Hören ist die Grundlage für beinahe alles. In allen Lebenssituationen muss man Gespräche führen und ohne die Fähigkeit des aktiven Zuhörens verkommt die Welt zur Geräuschkulisse.

Für jede Aufgabe in Mathematik muss man lesen können und auch der Wikipedia-Artikel über die Fotosynthese erschließt sich nicht von selbst. Schreibend verfasst man Erzählungen, informierende und argumentierende Texte. Die Regeln und Strukturen der eigenen oder einer fremden Sprache zu begreifen, ist die Voraussetzung dafür, mit Sprache – über Alltagskommunikation hinausgehend – wirklich kreativ und produktiv umgehen zu können.

Diese Aufteilung der Kompetenzbereiche setzt sich auch im Gymnasium so fort. Schritt für Schritt, an der Entwicklungsstufe der Schülerinnen orientiert, stimmig miteinander verknüpft, erweitern und entfalten sich die Anforderungen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe. Wie weit, aber auch wie lohnend der Weg von den elementaren Fertig – und Fähigkeiten bis zur allgemeinen Hochschulreife ist, soll nochmals anhand ausgewählter Schlaglichter verdeutlicht werden.

„Sprechen und Zuhören“

Stehen am Anfang die Gesprächsregeln im Klassenzimmer und einfache Begründungen von Wünschen, so sollen die Schülerinnen am Ende zu einer Debatten- und Streitkultur befähigt sein, die diesen Namen auch verdient (vgl. Debattieren). Sie sollen in der Lage sein, Themen aller Art für einen Vortrag zuhörerbezogen aufzubereiten und interessant zu präsentieren.

Eine besondere Form des Sprechens ist das szenische Spiel. Unsere Schule verfügt über eine lange Tradition des Theaterspielens und es ist jeder Schülerin nur zu wünschen, einmal in ihrem Leben auf der Bühne gestanden zu haben (vgl. Schultheater).

„Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen“

Das flüssige und sinnerfassende Lesen vermittelt die Grundschule. Das Gymnasium baut darauf auf und unterscheidet zunehmend zwischen literarischen und pragmatischen Texten. Die Beschäftigung mit Literatur zielt auf die Eröffnung neuer Horizonte, die Möglichkeit des fiktiven Durchspielens neuer Erfahrungen und die Vermittlung künstlerischer Ausdrucksformen.

Die Analyse von Sach- und meinungsbildenden Texten schult das kritische Bewusstsein und fördert die Herausbildung eigener Haltungen und Werte (vgl. Schulbücherei). Das gilt selbstverständlich nicht nur für Gedrucktes, sondern auch für alle Formen zeitgenössischer Medien. Sich In der modernen Medienwelt zielgerichtet, qualitätsorientiert und problembewusst bewegen zu können, ist eine wesentliche Zielsetzung schulischer Arbeit.

„Schreiben“

Das Schreiben ist der harte Kern des Deutschunterrichts, haben doch alle schriftlichen Aufgabenstellungen hier ihren Ausgangspunkt (vgl. Schreibprogramm). Die 5. und die 6. Jahrgangsstufe orientieren sich noch sehr an den Erfahrungen aus der Grundschule. Bereits hier wurde erzählt, informiert (Bericht, Beschreibung) und argumentiert. Dieser Strauß wird zunehmend erweitert und am Ende sollten Formen wie Textanalysen, Erörterungen, die Produktion von anspruchsvollen informierenden Texten (Vortrag, Rede), ja sogar journalistische Formen wie Kommentar und Essay sinnvoll bewältigt werden.  Dazu ist es notwendig, über Jahre zu lernen, wie man recherchiert, Texte plant und überarbeitet und sie sprachlich überzeugend gestaltet.

„Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren“

Auch hier erfolgt ein fließender Übergang zwischen Grundschule und Gymnasium.

Rechtschreibung, Zeichensetzung, Wortbildung und Grammatik bilden einen deutlichen Schwerpunkt im Deutschunterricht der gymnasialen Unterstufe.

Die Bausteine der Sprache zu kennen, ist das eine, wichtiger ist es, damit spielen zu können. Die Arbeit am eigenen Stil, das Bewusstsein, dass Sprache nichts Totes ist und das Wissen um die Notwendigkeit überzeugender sprachlicher Gestaltung sind wichtige Marksteine auf dem Weg zum souveränen Umgang mit der eigenen Sprache.

Das sollte jeder Schülerin in irgendeiner Form gelingen. Darüber hinaus organisiert die Fachschaft Deutsch eine Reihe zusätzlicher Angebote, um die Schülerinnen am kulturellen Leben teilhaben zu lassen. Dazu gehören z.B. Autorenlesungen, der Besuch von Theateraufführungen, die enge Zusammenarbeit mit dem Kulturring, der Besuch des Kurzfilmfestivals „filmzeit“ und ähnliche Aktionen.